(07.06.2017) - Monatsübung "Gerätekunde"

Längst ist der Brandschutz - die ursprüngliche Aufgabe der Feuerwehr - in den Hintergrund des Einsatzportfolios gerückt. Die Technische Hilfeleistung (THL) nimmt einen immer größeren Stellenwert ein, auch bei den kleinen Feuerwehren. Dies verlangt von den Einsatzkräften nicht nur ein breiteres Fachwissen zur Gefahrenabwehr, sondern auch eine entsprechend vielseitige Ausrüstung am Fahrzeug und da kann man im Eifer des Gefechts schon mal schnell den Überblick verlieren. Speziell, wenn es sich um eine selten benötigte Gerätschaft handelt. Damit nicht unnötig Zeit bei der Suche verloren geht, gehört auch die Gerätekunde in den Übungsablauf integriert. In der diesmaligen Monatsübung hatten sich die Verantwortlichen genau diesem Thema gewidmet.
Um 18:30 Uhr trafen sich wieder viele Feuerwehrmitglieder - Jung und Alt - am Gerätehaus für die Gerätekunde-Übung. Die Teilnehmer konnten ein Kärtchen ziehen, auf dem je ein am Fahrzeug befindliches Material vermerkt war. Dieses Gerät galt es dann zu finden. Aber allein das Material zu finden reicht nicht so ganz. Auch die Funktion muss bekannt sein. Und so gingen die Verantwortlichen der Feuerwehr Kruckenberg zusammen mit den Übungsteilnehmern die Eigenschaften, Funktionen und Besonderheiten der jeweiligen Geräte durch.


Bild: Jugendwart Dominik Fuchs erklärt die Besonderheiten des Stromerzeugers

Die Anwesenden folgten den Erklärungen aufmerksam und zeigten auch bei der "Suche" der Geräte ihr Wissen um das eigene Fahrzeug. Nur ab und zu mussten die Übungsleiter ein bisschen Hilfestellung geben. Am Ende der Gerätekunde konnten die Übungsleiter und die Teilnehmer zusammen eine durchweg positive Bilanz der Übung ziehen. Speziell für die selten benötigten Geräte konnte wieder einiges Wissen aufgefrischt werden. Der stellvertretende Kommandant Emanuel Fuchs bedankte sich für die rege Teilnahme und stellte bereits die Ideen für die nächste Monatsübung zur Diskussion vor. Alle noch Anwesenden beteiligten sich am regen Austausch der Vorschläge für die nächste Übung. 





 
 

(06.06.2017) - AH-Übung "Tauchpumpe"

Für die AH-Übung stand dieses Mal der Einsatz von Stromaggregat und Tauchpumpe auf dem Plan. Übungsleiter Walter Rösch nutzte diese Gelegenheit dazu, um die Ansaugstelle an der Abzweigung "Lehmhof" wieder auf Vordermann zu bringen. Um 18:00 trafen sich die Mitglieder der AH-Löschgruppe zur Übung an Gerätehaus. Schnell waren die erforderlichen Saug-Druckschläuche verladen und auf geht's zur Löschwasserentnahmestelle. Vor Ort angekommen zeigte sich, dass diese Übung keineswegs zu früh angesetzt war. Sedimente und Ufergestrüpp hatten die Ansaugstelle fast vollständig bedeckt. Das bedeutete erst mal Schlick zur Seite Schaufeln, bevor an eine Innenreinigung der Entnahmestelle gegangen werden konnte. Dank des Einsatzeifers, den die Übungsteilnehmer zeigten, stellte dies aber kein großes Problem dar und schnell war die Löschwasserentnahme freigeräumt, das Wasser angestaut und Stromaggregat nebst Tauchpume einsatzbereit. 



Bild: Karl Gabler und Walter Rösch überwachen den Füllstand in der Wasserentnahmestelle

Bedingt durch den derzeitig niedrigen Wasserstand hatte die Tauchpumpe binnen weniger Minuten die Entnahmestelle bis auf den Grund geleert - und damit auch die unerwünschten Ablagerungen am Boden zuverlässig entfernt. Trotz des mittlerweile einsetzenden starken Regens wurde die Entnahmestelle noch dreimal entleert, um so auch die letzten Ablagerungen zu entfernen.
Nach Abschluss der Arbeiten wurde das Stauwehr wieder geöffnet, die Löschwasserentnahmestelle wieder verschlossen und das Material wieder im Fahrzeug verstaut. Zurück am Gerätehaus reinigten die anwesenden Mitglieder die Gerätschaften gründlich vom Schmutz. Speziell die Tauchpumpe war durch die Sedimente stark verschmutzt, konnte aber schnell wieder gereinigt werden. Auch die Uniformen, Stiefel und Handschuhe wurden selbstverständlich einer entsprechenden Reinigung unterzogen, ehe die Übung nachbesprochen wurde. Bedingt durch die schnelle Entleerung der Löschwasser-Entnahmestelle gaben die Teilnehmer zu bedenken, dass im Ernstfall auf jeden Fall die Schleusen der Fischweiher entsprechend vorzeitig zu öffnen seien, um eine unterbrechungsfreie Wasserversorgung gewährleistet sei. Für eine der nächsten Übungen wurde diese konkrete Szenario ins Nähere Augenmerk gefasst, um die zu erwartenden Zeiten bestimmen zu können und daraus evt. weitere Maßnahmen abzuleiten. Gegen 20:00 Uhr beendete Übungsleiter Walter Rösch dann die Übung.







 

(03.05.2017) - Monatsübung: Vermisstensuche

Im Einzugsgebiet der Ortsfeuerwehren der Gemeinde Wiesent ist eine Vielzahl von Wald- und Forstgebieten inbegriffen. Häufig gehen die Forstwirte dabei alleine in den Wald, um wieder Bäume auszuschneiden, Sturmschäden zu beseitigen oder sich in anderer Weise um ihren Forst zu kümmern. Dies war auch die Basis der heutigen Monatsübung. Übungsleiter Christian Limmer schilderte den Teilnehmern das Szenario der heutigen Übung:
"Ein Forstwirt ist alleine in den Wald gefahren, wollte um 18:00 Uhr zurück sein und kam nicht mehr Heim. Die Anrufe auf sein Handy blieben unbeantwortet, weshalb die Feuerwehr alarmiert wurde. bekannt ist nur, dass sich das Forstgebiet, in das sich unser Vermisster aufgemacht hat, in der Nähe der Maier-Fischweihern befindet."

Bei den Fischweihern angekommen teilten sich die Feuerwehrler in mehrere Gruppen auf, um die Waldwege nach dem Fahrzeug des Vermissten abzusuchen.  Nach einiger Zeit konnte einer der Suchtrupps das Fahrzeug ausfindig machen. Schnell wurde das Feuerwehrauto und die anderen Suchtrupps an der Fundstelle zusammengezogen und die Nähere Umgebung um das Fahrzeug  des Vermissten mit einer Suchkette durchkämmt. Bereits kurz darauf konnte dann endlich der Vermisste gefunden werden.


  Bild: Nach der Erstversorgung des Vermissten wird dieser für den Abtransport vorbereitet.

Sobald der Vermisste gefunden war, begannen die Trupps mit der Erstversorgung.  Nachdem die in der Übung zu Grunde gelegten Wunden versorgt waren, übernahmen vier Feuerwehrler den Abtransport des Verletzten zum Fahrzeug, womit die Übung dann auch beendet wurde.

Zurück im Gerätehaus angekommen, ließen die Teilnehmer die Übung noch einmal Revue passieren. Besonders die Positionsbeschreibung der Trupps über Funk erwies sich immer wieder als Problemfaktor, so die einhellige Feststellung aller Teilnehmer. Auch bei der Suchkette stellten die Übungsteilnehmer fest, dass man sich im konkreten Fall bis auf wenige Meter an die verletzte Person nähern musste, ehe diese gesehen worden war.
Auch mit dem Verweis auf die im Ernstfall in wesentlich größerer Zahl anwesenden Einsatzkräfte ist es entscheidend, jedem Suchtrupp einen Ortskundigen beizustellen, um die Kommunikation und Standortbeschreibung zu erleichtern.



 
 

(30.04.2017) - Maibaumaufstellen

Bei bestem Wetter fanden sich wieder etliche Kruckenberger beim Feuerwehr-Gerätehaus ein, um beim diesjährigen Maibaumaufstellen der Feuerwehr mit dabei zu sein. Um 14:00 Uhr brachten die Aufsteller den Baum zum Spielplatz, wo er wie in den Jahren zuvor aufgestellt wurde. Unter der routinierten Aufsicht von Reinhard Scheidacker hievten die Burschen den fünfundzwanzig Meter langen Baum nur mit Muskelkraft in die Höhe. Tags zuvor waren die beiden Kränze und die Spitze angebracht und von den Feuerwehrdamen mit Bändern verziert worden. Auch das Obligatorische Vogehäuserl durfte da natürlich nicht fehlen.
 
Bild: Die Burschen der FF Kruckenberg stellen den Maibaum auf.

Gegen 15:00 Uhr dann war es endlich soweit: der Baum steht. jetzt galt es noch, das Loch auszufüllen und gut zu verdichten, damit der Baum gut steht. Währenddessen wurde der Baum immer noch mit den Schailben gesichert. Aber nach knapp einer Stunde war auch das erledigt und man setzte sich noch zu ein paar gemütlichen Stunden zusammen, um so den erfolgreichen Tag gebührend ausklingen zu lassen.





(05.04.2017) - Monatsübung: Umgang mit der Motorsäge

Abgebrochene Äste auf der Straße, gebrochene oder entwurzelte Bäume und durch Schneelast abgebrochene Äste und Bäume gehören besonders im Frühjahr und Herbst mit zu den häufigsten Auslösern für Feuerwehreinsätze. Daher wird auch bei der Ausbildung der Einsatzkräfte und nicht zuletzt auch bei den Monatsübungen verstärktes Augenmerk auf die Risiken und Gefahren bei Schnittarbeiten gelegt.


Bild: Reinhard Scheidacker erklärt die verschiedenen Schnitttechniken zum Baumfällen.

So trafen sich am Mittwochabend die aktiven Mitglieder der FF Kruckenberg zur Monatsübung, um sich genau diesem Thema zu widmen. Unter der Leitung von Reinhard Scheidacker gingen die Motorsägen-Bediener zunächst noch einmal die Grundsätze für das Fällen von Bäumen theoretisch und praktisch durch.
Im zweiten Teil der Übung lag der Fokus auf unter Spannung stehenden Stämmen, wie sie im tatsächlichen Einsatzgeschehen durchaus häufig vorkommen, besonders bei Windwurf nach Stürmen. Von diesen Stämmen, so wies Reinhard Scheidacker die Teilnehmer besonders hin, geht ein wesentlich höheres Gefahrenpotenzial aus, als von den "normalen" abgebrochenen Stämmen.  Hier kommt besonders viel auf die richtige Schnitttechnik und auch auf den richtigen Standort an. Um dies möglichst realitätsgeträu simulieren zu können, wurde der eben zuvor gefällte Maibaum mit Hilfe von zwei Traktoren in eine Spannungslage gebracht, um das angemessene Vorhgehen besser demonstrieren zu können.


Bild: Der richtige Standort beim Anschnitt von gespannten Stämmen ist für die Eigensicherheit entscheidend.

Neben einer horizontalen Verspannung wurde auch noch das Zerschneiden von vertikal verspannten Stämmen geübt. Auch hier verfolgten die Übungsteilnehmer das Geschehen mit regem Interesse. Auch die Motorsägenbediener beteiligten sich sehr engagiert. Zum Ende der Übung, als dann alle Holzreste beseitigt waren, blieb noch etwas Zeit übrig, um sich über die heutiger Übung auszutauschen. 




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