(13.01.2017) - Jahreshauptversammlung

Ein ereignisreiches Jahr 2016 liegt hinter uns; sowohl aus einsatztechnischer Sicht, als auch für den Verein, sodass es auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung seitens der Verantwortlichen wieder Einiges zu berichten gab. Entsprechend groß war auch das Interesse der aktiven und passiven Mitglieder, was an dem erneut gut gefüllten Schulungsraum zu sehen war. Gegen 20:00 Uhr eröffnete Vorstand Walter Rösch die Jahreshauptversammlung mit seinen Grußworten. Sein besonderer Gruß galt den anwesenden Ehrenmitgliedern der FF Kruckenberg sowie dem anwesenden dritten Bürgermeister der Gemeinde Wiesent, Alfred Stadler. Er dankte für das zahlreiche Erscheinen und das entgegengebrachte Interesse.

 

Bild: Walter Rösch begrüßt die Anwesenden im Schulungsraum

Bevor jedoch zur Tagesordnung übergegangen wurde, legten alle Anwesenden eine Schweigeminute für die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kruckenberg  ein; besonders erinnert wurde an den letztjährigen Tod von Alois Hornauer.

Neuer Rekord bei der Zahl der Einsätze

Der Kommandant Tobias Lehner übernahm den Bericht des Einsatzgeschehens im  vergangenen Jahr. Gesamt standen für das Jahr 2016 zehn Einsätze – davon neun THL-Einsätze und ein Kellerbrand – zu Buche. Des Weiteren kamen im Rahmen von verschiedenen Sportveranstaltungen noch drei Sicherheitswachen dazu, sodass insgesamt 13 Ereignisse zu bewältigen waren. In Summe stellt also das Jahr 2016 den Höchstwert der letzten Jahrzehnte auf, was das Einsatzgeschehen im Ort betrifft. Doch nicht nur bei den Einsätzen gab es wieder vieles zu berichten, auch bei der Ausbildung der aktiven Mitglieder hat sich wieder einiges getan. Je zwei Mitglieder der FF Kruckenberg nahmen am Motorsägen-Kurs und an einem Gruppenführer-Lehrgang teil, ein Teilnehmer war bei der Kommandanten-Schulung, ein Schulungsabend zum Thema „Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen“ fand im Schulungsraum statt. Ebenso war die Feuerwehr bei bereichsübergreifenden Übungen wie der MERO-Übung und der Feuerwehr-Aktionswoche mit zahlreichen Einsatzkräften vertreten. Abschließend sprach Tobias Lehner auch der Gemeinde – vertreten durch den 3. Bürgermeister Alfred Stadler – seinen herzlichen Dank aus. „Die Gemeinde hat bei unseren Wünschen zur Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen immer ein offenes Ohr, was besonders bei so kleinen Feuerwehren wie unserer alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist“, brachte es Lehner treffend auf den Punkt. Auch richtete er seinen Dank an die anderen Gemeindefeuerwehren Wiesent und Dietersweg. Die Zusammenarbeit und Kooperationsbereitschaft zwischen den einzelnen Wehren bei Einsätzen und Vereinsveranstaltungen suche Ihresgleichen. Als Ausblick für das Jahr 2017 kündigte Lehner einige Leistungsabzeichen und natürlich wieder die Monatsübungen an, welche wie bereits bekannt am ersten Mittwoch im Monat stattfinden.

 
Bild: Kommandant Tobias Lehner berichtet über die Einsätze

Was die letztjährigen Monatsübungen betrifft, zeichnete der stellvertretende Kommandant Emanuel Fuchs ein durchweg positives Bild. Die seit Anfang 2016 durchgeführten Themen-Übungen sind gut besucht und werden mit regem Interesse und Aufmerksamkeit der Teilnehmenden aktiv mitgestaltet. Auch unter den Teilnehmern war ein durchweg positives Feedback über die Themenübungen zu vernehmen. Als besonderen Anreiz gab es dieses Jahr erstmalig eine kleine „Preisverleihung“ für die häufigste Teilnahme an Übungen. Insgesamt vier „punktgleiche“ Mitglieder erhielten eine Brotzeit als Dank für deren Einsatz.
Aber auch die Feuerwehrjugend bewies 2016 großen Eifer. So waren neun erfolgreiche Teilnehmer beim Jugendleistungsabzeichen zu vermelden, viele von ihnen waren auch bei den Monatsübungen anwesend und beim Wissenstest waren die Kruckenberger Feuerwehranwärter erneut zahlreich vertreten. Ebenso wurden Aktionen wie das Feuerwehr-Bowling im Super Bowl oder des Besuch des Palm Beach sehr gut angenommen.

Im alten und neuen Jahr viel geboten

Doch auch neben dem Platz gab es einen prall gefüllten Terminkalender in Kruckenberg angefangen bei der letzten Jahreshauptversammlung gab es wieder viele Veranstaltungen: Umwelttag, Maibaum-Aufstellen, Teilnahmen an diversen Gründungsfesten, Sommerfest, Teilnahme am Landkreislauf, Frühjahres- und Herbstputz am Feuerwehrhaus um nur ein paar zu nennen. Und nicht minder turbulent wird es im neuen Jahr: es wird wieder ein Maibaum aufgestellt, zwei Gründungsfeste stehen an, ein Dorffest und ein Vereinsausflug sind im Kalender vertreten und natürlich dürfen auch die Frühjahres-/Herbstversammlung sowie die obligatorische Christbaum-Versteigerung nicht im Terminplan fehlen.
Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler einer jeden Jahreshauptversammlung ist und bleibt der Bericht und die Entlastung des Kassiers. Markus Fuchs gab den Anwesenden einen detaillierten Überblick über die Anschaffungen und Einnahmen der FF Kruckenberg. Der Eindruck einer sauber und einwandfrei geführten Kasse konnten die Kassenprüfer absolut bestätigen. „Die Kasse ist sauber und übersichtlich geführt; die Belege sind detailliert, eindeutig und vollständig nachvollziehbar hinterlegt, sodass die Kassenprüfer bedenkenlos die Entlastung erteilen können“, fasste Kassenprüfer Robert Markl die Ergebnisse zusammen.
Analog dazu konnte auch der Vorstandschaft für ihre tadellose Arbeit einstimmig die Entlastung durch die Jahreshauptversammlung erteilt werden.

Grußworte der Gemeindevertretung

Alfred Stadler überbrachte die Grüße der ersten Bürgermeisterin, die die Jahreshauptversammlung in Dietersweg besuchte. Er gratulierte der Feuerwehr Kruckenberg zu einem gelungenen Jahr 2016. „die Zahl der Einsätze zusammen mit den Absperrmaßnahmen bedeutet, dass die Feuerwehr Kruckenberg öfter als einmal im Monat ausrückt und damit auch die Feuerwehrler selbst viele Stunden zu Gunsten der Allgemeinheit aufbringen“, so Stadler. Er dankte der FF Kruckenberg für diese geleisteten Stunden und wünscht für das Jahr 2017 weiterhin viele gute Ideen, Freude an der Arbeit in der FFW und weiterhin so engagierte Mitarbeiter.

Alarm-Fax weiter ein Dauerbrenner

Bei „Wünsche und Anträge“ kam erneut das Thema Alarm-Fax zu Sprache. Speziell bei Großeinsätzen oder bei mehreren parallelen Einsätzen stellt sich die Kommunikation bezüglich Einsatzort und Einsatzszenario mit der ILS als vergleichsweise schwierig dar. Abhilfe könnte da ein Alarm-Fax schaffen. Dieses setzt aber zwangsläufig einen Telefonanschluss voraus, da eine Nummer – und damit ein Anschluss – zur Verfügung stehen muss. Der Vorschlag über die Alarmierungs-SMS eine grobe Beschreibung mit z. B. Einsatzort zu versenden stellt leider in puncto Datenschutz kaum überwindbare Hindernisse dar. Ebenso wurde vorgeschlagen, eine Mitteilung über das Display des Fahrzeug-Funkgerätes in Betracht zu ziehen, was aber wegen technischer Probleme wahrscheinlich nicht durchführbar sein wird. Kommandant Tobias Lehner bestätigte, dass dieses Thema auch ein Dauerbrenner bei den Kommandantenversammlungen ist und zusammen mit dem Kreisbrandrat an einer Lösung gearbeitet wird.